Etna Nord – Mit dem Hund um den Monte Nero

D7100-0613Nachdem die Temperaturen hier am Meer kaum auszuhalten sind, zog es uns auf 1800 Meter Seehöhe hinauf zur Tour rund um den Monte Nero. „Angenehme“ 18 Grad empfingen uns auf der provisorischen Nordstation „Piano Provenzana“.

Krater – Monte Nero

Hoch auf die Punta di Castelluzzo

Wie letztes Jahr gehandhabt, wollten wir nach einem Tag voller relaxen wieder eine Wandertour unternehmen. Da wir uns vor dem Urlaub mit dem Bruckmanns Wanderführer – Sizilien und Liparischen Inseln (Werbung-Link), ausgestattet hatten, suchten wir uns dort eine Tour heraus.

Tour 27: Auf die Punta di Castelluzo. Mit 7km  und 3h gesamte Gehzeit keine der schweren Touren im Buch. Tolle Aussicht auf den Etna und eine Vielfalt an Orchideen wurden vorausgesagt.

So kurvten wir bereits in aller Herrgotts früh in Richtung Alcantara Schlucht.

Es kam aber leider anders als geplant. Bereits um 8 Uhr früh begleiteten uns 25 Grad und es sah wieder so aus, als würde es ein sehr heißer Tag werden. Wir landeten dann so gegen halb 9 Uhr im Örtchen Malvagna, dem wohl saubersten Ort in ganz Sizilien.

Nicht der Hauch von Dreck war zu sehen. Sind wir doch ganz andere Bilder gewohnt. In Riposto und Umgebung säumt Müll und Unrat nur so die Straßen. Aber in Malvagna war es Blitze blank.
Hier ist der Friedhof am Ende des Dorfes eine Erwähnung wert. Neben einfachen und schlichten Gräbern gibt es auch aufwendig gestaltete die sogar mit Lichtanlagen ausgestattet sind. Sicher hätten wir dies auf ein paar Fotos festhalten können. Aber uns beschlich das Gefühl, so als einzige Touristen im Ort, dass wir die Bewohner beleidigen würden, wenn wir den Friedhof fotografierten.

So, zurück zur Tour. Kurz hinter dem Friedhof führte ein Weg links mitten ins Gestrüpp. Im Buch stand etwas von, seichter Baum und Sträucher Bestand säumen den schmalen Weg am Zaun hinauf. Ja von wegen. Dichtes Gestrüpp, schmaler mit Steinen übersäter Weg. Gesäumt mit allerlei Stechpflanzen und vielen Insekten.

Vor lauter fluchen und schimpfen habe ich doch glatt vergessen dies fotografisch festzuhalten.

Nach ca. einem Kilometer kehrten wir frustriert wieder um. Ein tolles Bild konnten wir trotzdem machen. Man muss zugestehen, dass die Aussicht auf das Alcantara Tal und den Ätna umwerfend ist. Selbst, wenn wir nicht ganz oben waren.

Trotzdem können wir die Tour im Bruckmanns Wanderführer nicht empfehlen. Zumindest nicht im Juni.

Da standen wir nun auf dem Parkplatz des Friedhofs. Was tun? Steve wollte, der Hitze wegen, dass sich die Hunde etwas abkühlen sollen. So entschlossen wir uns kurzerhand, in die Alcantara Schlucht zu fahren. Waren wir ja schon letztes Jahr mit Leni dort.

Mit 8 Euro Eintritt pro Person, kein allzu günstiges Vergnügen. Aber trotzdem einen Besuch wert. Hunde sind erlaubt und dürfen kostenlos mit rein. Auf Grund der Hitze stiegen wir gleich die Treppen hinunter in die Schlucht und direkt ans Wasser. Abwechselnd durften beide Hunde ausgiebig baden. Unsere zwei Wauzis waren ein tolles Fotomotiv für die ganzen Touristen. Hüpften uns Sprangen sie doch wie verrückt vor Freude im Wasser herum. 🙂

Die Italiener sind fast ausnahmslos total begeistert von Leni und Cooper.

Um ca. 14 Uhr sind wir wieder Zuhause gewesen und ruhten uns etwas aus.

Um halb acht zog es uns noch einmal hinaus, hatten wir doch unglaublich wolkenlosen Himmel. Ein paar tolle Fotos wurden geschossen. Allerdings recht unheimlich so ganz hoch oben auf dem Vulkan. Und dazu noch im Dunkeln.

Bronte – Wanderung um die toten Krater

Erste Wander-Tour auf Sizilien 2013

Den Wecker auf 6 Uhr gestellt und rasch und ausgiebig gefrühstückt. Die erste Wanderung von letztem Jahr wird auch heuer wieder die Erste sein.

Bronte und seine Toten Krater.

Piano Provenzana – Totes Land auf dem Vulkan

Tag 13 unserer Sizilienreise ist rum. Heute mit einem kleinen Wow-Erlebnis für uns. Das eigentliche Touristengeschehen rund um den Ätna findet an der Touristenstation „Etna sud“ statt. Hier werden Busse voll Touristen herangekarrt um die zwei einfachsten „Silvestri Krater“ zu begehen.

Wir haben uns heute bewusst für die weniger bekannte und kleinere Station im Norden (Piano Provenzana) entschieden. Was wir allerdings auf Station nord antrafen war imposant und erschreckend zugleich. Bei einem Vulkanausbruch 2002 wurde die Station vollständig von Lava überflutet. Ein Wiederaufbau hat bisher nicht, bzw. nur in sehr geringem Maße stattgefunden. Sehr imposant sieht man wie und wo der gewaltige Lavastrom langgeflossen ist und totale Zerstörung angerichtet hat.

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Unsere heutige Tour sollte uns von Piano Provenzana in ca. 1.800m Höhe um den ca. 2.050m hohen Monte Nero inmitten des Lavastromes von 2002 führen.

Leider überraschte uns heute das Wetter doch enorm. Wir wussten eigentlich nicht wirklich, was uns heute für Wetter erwarten würde, sind jedoch von einem leicht sonnigen Wetter mit ca. 20 Grad ausgegangen. Warme Überbekleidung und Mützen haben wir jedoch immer dabei. Vorgefunden haben wir um 10 Uhr morgens bitterkalte 8° und ein stechend kalten Wind. So kalt und scharf, dass es nur durch jede Ritze in der Kleidung zog und in den von der Mütze geschützten Ohren trotz allem schmerzte. Wir haben uns also entschieden die Route nach ca. 1/3 abzubrechen und zum Auto zurückzukehren.

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ACHTUNG! Auch wenn der Ätna ein Vulkan ist, ist er zugleich auch ein Berg mit einer Höhe von über 3.000m. Sandalen, Crocs oder andere offene und nicht feste Schuhe sind bei „Spaziergängen“ oder Wanderungen einfach leichtsinnig!

Ein kleines Souvenir (für unsere Küche) durfte nicht fehlen. Hierzu schreiben wir morgen einen ausfürlichen Bericht, da es dazu doch klein wenig zu sagen gibt 😀

Auf dem Rückweg in unser kleines Paradies, haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Acireale gemacht. Die Stadt, die als Karnavalshochburg von Sizilien gelten soll. Unser kleine Abstecher landete dank meiner Wolle-Süchtigen Partnerin direkt in zwei ortsansässigen Woll- und Stoffgeschäften. Leider mit eher geringer Ausbeute. 😉

Auch in Acireale gilt wie in vielen italienischen und sizilianischen kleinen Städten: enormer Verkehr, Stress pur und kaum Parkmöglichkeiten!

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Unterwegs abseits der Touristenmassen

Traveldog.at wird zum Gipfelstürmer… Naja, fast :D.
Heute Morgen hies es früh aufstehen, denn die wahrscheinlich anstrengendste Tour erwartete uns. Von unserer Unterkunft aus ging es Richtung Touristenstation Etna-sud, von der aus wir uns, wohlgemerkt zu Fuss, Richtung Bergstation der Seilbahn machten.

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Die Tour startet an der Seilbahnstation direkt neben dem Parkplatz auf ca. 1.900m und führt die Auffahrtsstrecke der „Ätnabusse“ bis hinauf zur Bergstation der Seilbahn auf ca. 2.460m. Die Strecke ist völlig ungeschützt und ca. 5km lang geht’s einfach nur: Bergauf…schweißtreibend und ziemlich anstrengend.

Kurz vor dem Erreichen der Bergstation schlug das Wetter um und plötzlich bildete sich eine Wolkendecke. Da wir die aufgestiegenen bis dahin 4,5 km auch wieder zurück mussten, entschieden wir uns lieber den Aufstieg abzubrechen und Richtung Talstation abzusteigen.

Auf halben Rückweg riss der Himmel wieder komplett auf… leider!!! Aber in solchen Momenten weiss man bei den Höhenlagen nicht, ob sich der Himmel komplett zu zieht und ein späterer Rückweg riskanter gewesen wäre. Sicherheit geht hier natürlich vor!!!!!

Sehr schön war natürlich für uns die Gegend etwas abseits der üblichen  von Touristen begangenen Routen und so genossen wir auf dem Rückweg die Momente, als die Menschen auf den Silvestri-Kratern aussahen wie Ameisen auf einem Ameisenhügel. 🙂

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Auf jeden Fall ist die Route für konditionsfreie Menschen eher ungeeignet. Der Aufstieg ist belastend, fordernd und schweißtreibend! Überlegen Sie sich 2x, ob Sie die Seilbahn oder den Fußmarsch auf sich nehmen wollen! Sollten Sie den Fußweg bevorzugen gibt es eigentlich 3 enorm wichtige Dinge, die nicht fehlen dürfen: Viel Wasser, Sonnenschutz und festes Wanderschuhwerk (keine Turnschuhe oder Halbschuhchen!!)

[box type=info] Die Wanderroute können Sie auch nachwandern. Verwenden Sie hierfür unsere GPX-Dateien.Downloadlink für Sie:

Route herunterladen [/box]

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Noto Antica, die zerstörte Stadt – Besuch mit Hund

Ja, nun ist schon unser neunter Tag der Sizilienreise vorbei, ein Tag, an dem wir erstmals wegen des Hundes nicht unsere eigentliche Tour laufen konnten. Geplant war der Naturschutzpark Vendicari im Südosten von Noto. Leider war unsere Anreise von ca. 140km umsonst, denn vorab gab es keinerlei Informationen, das Hunde nicht erlaubt seien. Wir verzichten daher in unserem Beitrag auch auf einer Verlinkung zum Park und erteilen hiermit erstmalig:

Naturschutzpark Vendicari – Nicht Empfehlenswert für Reisen mit dem Hund!

Natürlich hätten wir uns vorab auch genauer erkundigen können. Doch selbst auf der Homepage des Parkes sind Informationen zur Mitnahme von Hunden nicht vorhanden. Und auch eine lange Recherche im Internet ergab nichts dergleichen. Im Nachhinein können wir aber berichten, dass in Allen Naturschutzgebieten auf Sizilien die Mitnahme von Hunden verboten ist. Es leben hier einfach zu viele artgeschützte Tiere. Die Parks sind auf jeder Sizilienkarte eigentlich recht gut eingezeichnet. Meistens sind es grüne Fläche mit dem Vermerk „Riserva Naturale„.

Zur Vereinfachung, auf der Ferien Sizilien Seite, gibt es eine tolle Broschüre mit allen Parks und Reservaten.

Notfallplan

Aber natürlich hatten wir einen Notfallplan.
Nicht weit entfernt von unserem eigentlichen Ziel liegt die Stadt Noto die erst 1703 aufgebaut wurde. Nicht weit davon entfernt befindet sich das alte Noto (Noto Antica), welches 1693 von einem Erdbeben komplett zerstört wurde.  Diese alte Stadt lag zu beiden Seiten der Schlucht Cava Carosello. Und dort durch, sollte uns diese Alternativwanderung führen.

 

 

Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz direkt an einer alten Burgmauer. Hier sollte man nicht allzu spät kommen, da dieser Platz im Sommer ein gut besuchter Ausflugsort ist. Grillplätze und gemütliche Plätze zum verweilen, finden sich auf dem Weg. Sobald man den Torbogen durchquert folgt man einem breiten Pfad einfach weiter der Beschilderung. Die für Sizilien recht gut ist, auf dieser Strecke.

Nach einer Weile folgt man den alten Maultier- und Felstreppenwege weiter hinunter in die Schlucht. Man sieht bereits einige Höhlen und kann sich kaum vorstellen das vor nicht allzu langer Zeit hier noch Leute „gewohnt“ und gelebt haben.

Der verwunschene Garten – ein kleiner See am Grund der Schlucht

Unten angelangt konnten wir Leni endlich von der Leine nehmen und sofort sprang sie in den kleinen wunderbar klaren See, der sich in einem kleinen Bach weiter die Schlucht durch schlängelt. Alles ist hier wundervoll Grün. Ein richtig unberührtes Fleckchen Natur.

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Nach einem kurzen Picknick ging es weiter in der Rundwanderung. Eine üppige Vegetation überrascht hier einen und es war auch angenehm kühl. Viele Höhlen sieht man, die aber relativ schlecht zu erreichen sind. Wir folgten weiter dem GPS und gelangte über einen extrem steilen und schmalen Weg hinauf auf einen etwas größeren Platz. Auf dieser kleinen aber „gefährlichen“ Passage muss man unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein. Der Held übernahm Leni, die alles super meisterte. Ich kroch auf allen Vieren hoch, sehr zum gefallen des Helden. 🙂

Nach einer kurzen Rast und GPS-Check ging es weiter. Der Weg stieg wieder etwas an und Leni hatte sichtlich Freude an der kühlen Waldwanderung. Nach dem kleinen See im Tal, ist der Weg nicht mehr ausgeschildert. Trampelpfade lassen einen Weg teilweise nur erahnen. Hier am besten wirklich mit GPS unserem Track folgen. So könnt ihr euch nicht verlaufen.

Der Weg bleibt hier teilweise bergauf, nur kurze Passagen sind flach oder führen nach unten. Die letzten Kilometer ziehen sich hier aber extrem und zu allem übel verlässt man den Wald und ist teilweise der argen Mittagssonne ausgeliefert. Im Landesinneren von Sizilien kann es gerne mal im Sommer über 45 Grad bekommen. So heiß hatten wir es nicht. Trotzdem schwitzen wir ordentlich und verbrauchten all unsere Wasservorräte. Umso glücklicher waren wir, als wir wieder bei unserem Auto angelangt sind.

DSC_1426Fazit

Die Tour ist jetzt nicht besonders anspruchsvoll. Allerdings sollte man eine gute Kondition mitbringen, und natürlich halbwegs festes Schuhwerk. Keine FlipFlops, auch wenn es bereits warm ist. Die Wege sind nicht so gut gepflegt wie hier in Tirol, und auch div. Ungeziefer und Zecken lauern hier an allen Ecken. Vor Schlangen und Eidechsen sollte man keine Angst haben, diese Freunde können einem öfter begegnen. Auch ist Sonnenschutz und viel Wasser sehr sehr wichtig. Auch an genügend Wasser für den Hund sollte gedacht werden. Eine Abkühlung bietet dieser kleine See in dieser wunderschönen Oase am Grund der Schlucht. Wer in Sizilien gerne wandert, sollte diese Tour nicht auslassen. Sie dauert nicht lang, und ist nicht sehr anspruchsvoll. Gerade in den Sommermonaten ideal.

Solltet ihr Fragen haben, wir helfen gerne weiter.

 

[box type=error] ACHTUNG! Für diese Strecke sollten Herrchen/Frauchen und Hund in sehr guter Kondition sein. Viel Wasser ist unbedingt notwendig! [/box]

[box type=info] Die Wanderroute können Sie auch nachwandern. Verwenden Sie hierfür unsere GPX-Dateien.Downloadlink für Sie:

Route herunterladen [/box]

 

Wandern auf Sizilien – Monte Minardo

Tag 7 geschafft… Fix und Alle. Nach frühem Aufstehen heute morgen um 7 Uhr gings ab Richtung Bronte, auf der Westseite des Ätna.

Von Bronte aus ging es über eine 7km lange, nur einspurige gepflasterte Basaltstraße  direkt in den Ätnapark. Schon hier stimmte erstmalig unser Touringguide nicht. Sollten wir doch bereits am „EuroSpin“ nach SW abbiegen. In Wirklichkeit war es aber erst 500m weiter am „Expert„.

 

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Am Ende der Strasse sollte unsere Tour rund um den M. Minardo, Richtung M.Ruvolo führen.

Eine Kombination aus schlechtem Tourenguide, der Ätnakarte und falsch gelesenem GPS (Stellt das Ding auf Norden, nicht auf Laufrichtung!) brachte uns von der eigentlichen Route nach Osten ab und sehr spät bemerkten wir erst, das wir Richtung Süden unterwegs waren… was ja nicht unbedingt schlecht war.

Mitten durch ein Naturschutzreservat wanderten wir durch eine wirklich schöne Natur, völlig unbelassen und wunderschön. Wir landeten an Plätzen, die zum verweilen einluden und einen faszinierenden Blick Richtung Süden über (fast) ganz Sizilien zuliessen.

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Nur dieses 1 Teilstück, ca. 1,2km lang, ca. 310 Höhenmeter, asphaltierte Strasse, mit fast Null Sonnenschutz, geht an die Reserven…
Da werden selbst harmlose 24° Mittags um 1 zu glutheissen 35°… zumindest gefühlt. Ansonsten waren wir von der Wandertour absolut begeistert.

[box type=info] Die Wanderroute können Sie auch nachwandern. Verwenden Sie hierfür unsere GPX-Dateien.Downloadlink für Sie:

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Weiters führt die Strecke durch wechselnde Abschnitte mit wildwachsenden Feldern und Wäldchen.

Für die Strecke undbedingt notwendig sind gute und feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser und Sonnenschutz!

[box type=error] ACHTUNG! Für diese Strecke sollten Herrchen/Frauchen und Hund in sehr guter Kondition sein. Viel Wasser ist unbedingt notwendig! Ansonsten ist die Strecke für einen folgsamen Hund ein Paradies, da man den Hund problemlos frei laufen lassen kann. [/box]