Etna Nord – Mit dem Hund um den Monte Nero

D7100-0613Nachdem die Temperaturen hier am Meer kaum auszuhalten sind, zog es uns auf 1800 Meter Seehöhe hinauf zur Tour rund um den Monte Nero. „Angenehme“ 18 Grad empfingen uns auf der provisorischen Nordstation „Piano Provenzana“.

Krater – Monte Nero

Der Monte Nero entstand während eines großen Ausbruches, der vom November 1646 bis Januar 1647 dauerte. Eigentlich sind es 3 Kegel, von denen hier die Rede ist. Der größte ist an der Nordostflanke und hat eine Höhe von 2049m. Die Lava, die bei dem Ausbruch zu Tage gefordert wurde, schlängelte sich sogar hinunter bis zum Tal des Alcantara -Flusses.

Die Wanderung startete ja bei der beim Ausbruch 2002 (gefährliche Flankeneruption) verwüsteten Touristenstation „Piano Provenzana“.Ein Teil wurde wieder aufgebaut, aber noch nicht eröffnet. Die Vulkanführer und Souvenierhändler residieren noch in kleinen Hütten, die auf der Straße aufgereiht stehen.

Wer hier mit dem eigenen Auto anreist muss fürs parken 3 Euro bezahlen. Eine freundliche Parkwächterin verkauft die Tickets die dann sichtbar hinter die Scheibe zu legen sind. Es kann direkt neben den Souvenierhütten geparkt werden. Von hier aus starten auch die bekannten Esel-Wanderungen.

Tipps zur Wanderung
– Sonnenschutz
– Genügend Wasser
– gutes Schuhwerk
– ev. Pfotenschutz für Hunde
– GPS-Gerät

 

Wir starteten unsere Tour direkt vom Parkplatz aus. Vorbei an den zerstörten bzw. begrabenen Häusern der alten Touristenstation und der vielen toten Bäume. Die Stille hier oben wird nur durch ein paar Autos, Touristen oder Vögel durchbrochen. Unheimlich und die enorme Zerstörungskraft der Lava bzw. des Vulkans lassen einen kurz Innehalten.

Nach einer leichten Steigung führte uns die Tour mitten durch ein Lavafeld. Die Gegend ist trostlos und beeindruckend zugleich. Die großen dunklen Lavafelder werden nur vereinzelt mit kleinen zarten gelben Blumen geschmückt. Auch tummeln sich hier viele Marienkäfer, so wie wir es schon auf der Südstation beobachtet hatten. Leni hatte sichtlich Spaß durch das Lavafeld zu hüpfen, konnten wir sie doch glücklicherweise von der Leine nehmen.

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Sie hatte uns immer im Blick und kam auf Zuruf sofort zurück oder Stoppte auch, wenn wir es für angebracht hielten. Cooper lief wie immer tadellos souverän an der 10m Schleppleine.

Um den Krater herum

Nachdem wir das Lavafeld erfolgreich hinter uns gebracht hatten, eröffnet sich plötzlich eine flache grüne Landschaft, die durch Asche etwas verdunkelt wird. Viele unterschiedliche Krater sind hier zu bestaunen aber leider ist Schatten Mangelware.

Eigentlich gilt ab Beginn der Wanderung schon: Guten Sonnenschutz und den Hunden genug zu trinken geben. Und natürlich genug Pausen einplanen. Die Hitze vom Boden aus ist nicht zu unterschätzen. Wärmt sich doch die Lava in der Sonne extrem auf. Dies fordert zusätzliche Kraftreserven und man schwitzt nur so alles hinaus. Also viel Trinken.

Schnur stracks ging es dann auf den Monte Nero zu. Ein paar Beschilderungen zeigen den Weg. Die Aussicht hier oben ist unbeschreiblich. Bis nach Kalabrien (Festland Italien) reichte die Sicht. Weiter ging es an einem Krater vorbei, der ohne erkennbares Ende tief in die Erde reicht.

Leni wurde hier aus Sicherheitsgründen angeleint, da sie doch links oder rechts abrutschen konnte. Vorsichtig gingen wir weiter und machten unsere erste längere Pause im Schatten unter zwei großen Bäumen. Sehr zur Erleichterung der Hunde. Es wurde eifrig Wasser getrunken und schon ging es weiter. Je später es wurde, umso heißer wurde es und wir mussten unsere Pausen immer öfter einlegen.

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Der Monte Nero ist „recht fix“ umrundet und für geübte und konditionierte Wanderer kann man noch zu einer Grotte absteigen bzw. die Tour um weitere Krater erweitern. Die Wege sind gut sichtbar und mit Steinzwergen (aufgestapelte Lavasteine) versehen.

verschlafene Heimfahrt

Unsere Tour endete nach ca. 6km und 2 Stunden und 45 Minuten. Die Hunde waren sichtlich erschöpft und machten es sich im Schatten vor dem Auto gleich gemütlich. Cooper schlief auch sofort ein.

Nach einem kurzen Einkaufsbummel in den Souvenierläden ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Um 12 war es selbst auf 1800 Meter so warm, dass wir froh waren, so früh aufgebrochen zu sein. Ein Trupp italienischer Touristen machte sich um diese Zeit erst auf den Weg hoch.

Die Hunde schliefen die gesamten Rückfahrt selig auf der Rückbank. Und auch den restlichen Tag wurde dann im kühlen Zimmer geschlafen. Ausrasten muss auch mal sein. 🙂

Anbei findet ihr noch die GPS-Daten zum Download.

[box type=info] Die Wanderroute können Sie auch nachwandern. Verwenden Sie hierfür unsere GPX-Dateien.Downloadlink für Sie:

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