Wanderung zu den Drei Zinnen (Weltnaturerbe)

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Raus aus dem Alltag.

Unter diesem Motto stand unsere letzte Wanderung in das schöne Südtirol.

Da wir in Innsbruck wohnen, können wir sowohl die Tiroler Berge bewandern, als auch die Bayrischen sowie die Südtiroler Alpen. Dennoch ist es kein Katzensprung wenn man die 3 Zinnen besuchen möchte. 2 Stunden Anreise von Innsbruck nach Sexten über die Autobahn und Bundesstraße.

Wir überlegten lange hin und her. 2 Stunden An- und Abreise wären zu den 8 Stunden wandern dazugekommen. Ein langer Tagesausflug. Am späten Nachmittag entschieden wir uns aber dafür, hinzufahren. Mit dem Tipp einer Bekannten doch einfach in Sexten zu übernachten, ging die Suche nach einer geeigneten Unterkunft los. Schnell war ein Hotel gefunden, dass 2 Hunde mit aufnimmt. Dennoch blieben Zweifel und so googelten wir das Hotel.

Leider mit nicht allzu viel positiven Bewertungen. Wir wollen das Hotel hier namentlich nicht nennen, wer aber gerne Infos dazu hätte, kann uns gerne per Mail kontaktieren.

Ankunft

Auf dem Weg nach Sexten kontaktieren wir dann ein weiteres Hotel, dass auf Anhieb zusagte uns und unsere 2 Hunde aufzunehmen. Direkt angesteuert erwartete uns eine äußerst freundliche Hotelchefin. Sie drückte uns sofort den Schlüssel für das Zimmer in die Hand, wünschte uns eine schöne Wanderung und Abendessen gäbe es um 7.

Überrascht über soviel Freundlichkeit machten wir uns auf den Weg zur Fischleinbodenhütte auf 1400 Höhenmeter. Hier befindet sich ein großer Parkplatz. Allerdings mit Gebühr. Wir waren ca. 9 Stunden unterwegs und zahlten EUR 2,60. Von hier aus geht man gemütlich ca. 30min weiter auf breitem Forstweg zur Fischleintal-Talschlusshütte. Diese befindet sich kurz vor dem Aufstieg und lohnt nochmal kurz zum Luftholen. Denn ab hier warten 900 Höhenmeter darauf, bezwungen zu werden.

 

Die Wanderung

Wir hatten auf dem kurzem Weg keinerlei Schilder gesehen, dass Hunde an der Leine zu führen sind. Wer also guten Gewissens seinen Hund laufen lassen möchte, kann dies hier gerne tun.

Ab der Hütte beginnt nun der anstrengende Teil der Tour. Es geht relativ steil auf schmalen Wegen immer weiter hinauf. Der Wanderweg ist hier gut besucht. Sowohl von Alt als auch von Familien mit Kindern. Auch Hundehalter sind uns begegnet. Alle Hunde waren mit einem guten Geschirr gesichert und wurden teilweise auch an der Leine geführt.

Der Weg schlängelt sich gut sichtbar immer weiter den Hang hinauf. Von der Ferne sieht man die anderen Wanderer, an denen man sich orientieren kann. Verlaufen ist hier oben sehr schwierig.

Kurze Pause sollte man einplanen, sowie viel Wasser und Sonnenschutz. Bis zum letzten Drittel hin ist von den 3 Zinnen und der 3 Zinnen Hütte nichts zu sehen. Schmälert etwas die Motivation weiter hoch zu steigen. Der Weg selbst ist hie und da mit gröberen Steinen durchzogen. Trittsicherheit erforderlich.

Auf dem gefühlten letzten Kilometer wird die erste Zinne schon sichtbar. Die Landschaft wird etwas weiter, sowie der Weg. Auch hier könnte man den Hund, sollte er gut abrufbar sein, wieder frei laufen lassen. ACHTUNG: Wasserratten lieber an die Leine. 2 kleine Naturseen sind auf Höhe der Hütte und sind nicht zum Baden geeignet!

Wer die 3 Zinnen Hütte erreicht, kann sich über gutes Essen und einen tollen Blick auf die 3 Zinnen freuen. Windfeste und ev. warme Kleidung sind im Herbst erforderlich.

Für gut konditionierte Wanderer besteht noch die Möglichkeit die 3 Zinnen zu umrunden. Der Abstieg erfolgt dann auf dem selben Weg wie der Aufstieg. Auch hier wieder Pausen einplanen um die Beine und die Hunde etwas zu entlasten.

 

Ein ruhiger Ausklang

Als wir nach 9 Stunden unser Hotel erreichten, legten sich Leni und Cooper sofort hin und schliefen bis zum Abendessen fast durch. Wir konnten die Hunde zum Essen mitnehmen, da wir in der Stube untergebracht wurden. Vor lauter Aufregung veranstaltete Leni ein kurzes Bellkonzert, legte sich dann aber brav unter den Tisch um an ihrem Knochen zu knabbern.

Die Übernachtung und die Wanderung in Sexten und den Sextener Dolomiten war bisher das aufregendste was wir unternommen hatten. Die Hunde hatten eine tolle Zeit und wurde im Hotel freundlich aufgenommen. So wünscht man sich einen Kurzurlaub.

Wer Details zur Wanderung wissen möchte, oder Informationen zum Hotel benötigt, schreibt uns einfach eine Mail an kontakt@traveldog.at
Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und würden uns über eure Erfahrungen in den Sextner Dolomiten sehr freuen.

War von euch jemand schon mit Hund in Südtirol? Habt ihr Erfahrungen mit Wanderungen dort? Schreibt es uns in die Kommentare!

Kurze Fakten zur Runde:

  • Länge ca. 15,6km Hin und Zurück
  • Gesamtdauer: ca. 9 Stunden mit Pausen
  • mittelschwere Alpinwanderung
  • Wegbeschaffenheit: ca. 1km Forstweg, dann stetig und teilweise steil bergauf
    Serpentinen aber auch flache Passagen für Pausen gut geeignet
  • NICHT Kinderwagentauglich
  • gute Trittsicherheit erforderlich
  • gut konditionierten Hund und Mensch
  • Sonnenschutz/Regenjacke/Windfeste Jacke
  • gute und feste Wanderschuhe
  • Wanderstöcke sehr ratsam speziell für den Abstieg
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