Hoch auf die Punta di Castelluzzo

Wie letztes Jahr gehandhabt, wollten wir nach einem Tag voller relaxen wieder eine Wandertour unternehmen. Da wir uns vor dem Urlaub mit dem Bruckmanns Wanderführer – Sizilien und Liparischen Inseln (Werbung-Link), ausgestattet hatten, suchten wir uns dort eine Tour heraus.

Tour 27: Auf die Punta di Castelluzo. Mit 7km  und 3h gesamte Gehzeit keine der schweren Touren im Buch. Tolle Aussicht auf den Etna und eine Vielfalt an Orchideen wurden vorausgesagt.

So kurvten wir bereits in aller Herrgotts früh in Richtung Alcantara Schlucht.

Es kam aber leider anders als geplant. Bereits um 8 Uhr früh begleiteten uns 25 Grad und es sah wieder so aus, als würde es ein sehr heißer Tag werden. Wir landeten dann so gegen halb 9 Uhr im Örtchen Malvagna, dem wohl saubersten Ort in ganz Sizilien.

Nicht der Hauch von Dreck war zu sehen. Sind wir doch ganz andere Bilder gewohnt. In Riposto und Umgebung säumt Müll und Unrat nur so die Straßen. Aber in Malvagna war es Blitze blank.
Hier ist der Friedhof am Ende des Dorfes eine Erwähnung wert. Neben einfachen und schlichten Gräbern gibt es auch aufwendig gestaltete die sogar mit Lichtanlagen ausgestattet sind. Sicher hätten wir dies auf ein paar Fotos festhalten können. Aber uns beschlich das Gefühl, so als einzige Touristen im Ort, dass wir die Bewohner beleidigen würden, wenn wir den Friedhof fotografierten.

So, zurück zur Tour. Kurz hinter dem Friedhof führte ein Weg links mitten ins Gestrüpp. Im Buch stand etwas von, seichter Baum und Sträucher Bestand säumen den schmalen Weg am Zaun hinauf. Ja von wegen. Dichtes Gestrüpp, schmaler mit Steinen übersäter Weg. Gesäumt mit allerlei Stechpflanzen und vielen Insekten.

Vor lauter fluchen und schimpfen habe ich doch glatt vergessen dies fotografisch festzuhalten.

Nach ca. einem Kilometer kehrten wir frustriert wieder um. Ein tolles Bild konnten wir trotzdem machen. Man muss zugestehen, dass die Aussicht auf das Alcantara Tal und den Ätna umwerfend ist. Selbst, wenn wir nicht ganz oben waren.

Trotzdem können wir die Tour im Bruckmanns Wanderführer nicht empfehlen. Zumindest nicht im Juni.

Da standen wir nun auf dem Parkplatz des Friedhofs. Was tun? Steve wollte, der Hitze wegen, dass sich die Hunde etwas abkühlen sollen. So entschlossen wir uns kurzerhand, in die Alcantara Schlucht zu fahren. Waren wir ja schon letztes Jahr mit Leni dort.

Mit 8 Euro Eintritt pro Person, kein allzu günstiges Vergnügen. Aber trotzdem einen Besuch wert. Hunde sind erlaubt und dürfen kostenlos mit rein. Auf Grund der Hitze stiegen wir gleich die Treppen hinunter in die Schlucht und direkt ans Wasser. Abwechselnd durften beide Hunde ausgiebig baden. Unsere zwei Wauzis waren ein tolles Fotomotiv für die ganzen Touristen. Hüpften uns Sprangen sie doch wie verrückt vor Freude im Wasser herum. 🙂

Die Italiener sind fast ausnahmslos total begeistert von Leni und Cooper.

Um ca. 14 Uhr sind wir wieder Zuhause gewesen und ruhten uns etwas aus.

Um halb acht zog es uns noch einmal hinaus, hatten wir doch unglaublich wolkenlosen Himmel. Ein paar tolle Fotos wurden geschossen. Allerdings recht unheimlich so ganz hoch oben auf dem Vulkan. Und dazu noch im Dunkeln.