Wanderung zum Strudlkopf

Kurze Fakten zur Runde:DSC_1447

  • Länge ca. 20km Hin und Zurück
  • Gesamtdauer: ca. 6,5 Stunden mit Pause
  • leichte bis mittelschwere Winterwanderung
  • NICHT Kinderwagentauglich
  • gute Trittsicherheit erforderlich
  • gut konditionierter Hund und Mensch
  • Schneeschuhe speziell zum Strudelkopf hoch
  • unbedingt Wanderstöcke

Die erste Schneeschuhtour in unserem wunderschönen Kurzurlaub sollte uns auf den Strudelkopf führen. Schönes Wetter und ein idealer Blick auf die Drei Zinnen lockte uns zur Plätzerwiese nahe dem Pragsertal. Doch es kam alles etwas anders als geplant

Anreise/Startpunkt

Von Sexten über Innichen bis Toblach, abbiegen ins Pragsertal und der Beschilderung zum Parkplatz der Plätzerwiese folgen. Hier waren in der Früh genügend freie Parkplätze. Startpunkt wäre eigentlich der Parkplatz oben auf dem Gasthof Plätzerwiese gewesen, wo wir selbst mit dem Auto hinauffahren wollten. Rein theoretisch wäre dies ja auch kein Problem gewesen, da der Weg frei ist für Autofahrer von 9-16 Uhr. Dies empfehlen wir aber nicht, da der Bus grad und grad auf der Fahrbahn Platz hatte. Im Sommer vermutlich kein Problem, aber bei den argen Schneemaßen NICHT zu empfehlen. Es fährt jedoch ein Schuttlebus alle 15min hoch zum Gasthof und wieder retour Der Bus kostet pro Person 4 Euro, je Strecke. ACHTUNG: Es werden auch 4 Euro pro Hund verrechnet. Also kommen Schnell mal 16 Euro für eine Strecke zusammen.

DSC00204Durch den Wald Richtung Wiese

Wir entschieden uns für die Wanderung hoch zum Gasthof und beschlossen, den Shuttlebus auf dem Rückweg zu nehmen. Der gespurte Wanderweg führt direkt in den Wald hinein und quert immer wieder die Fahrstraße des Busses. Also hier gilt: Augen und Ohren offen halten. Der Weg ist mäßig steil und wird nur sehr selten flach. Hier ist gute Kondition gefragt, die wir nicht unbedingt mitbrachten. Der Hund sollte angeleint werden, da hier viele Wildtiere unterwegs sind. Die Spuren im Schnee reichen von Hirsch bis Vogel. Ca. 2 Stunden dauerte der etwas kräftezehrende Marsch hoch zum Gasthof.
Ab hier erwartet einen ein tolles Schneepanorama über die gesamte Wiese. Auf dem Gasthof stärkten wir uns mit einem Brötchen und einem warmen Kakao mit Sahne und gönnten uns eine kurze Pause. Leider saß uns die Zeit etwas im Nacken.

Bis zur Dürrensteinhütte

Vom Gasthof Plätzerwiese bis zur Dürrensteinhütte, die gleichzeitig Startpunkt zum Strudlkopf ist, führt ein gerader Weg der in ca. 40 Minuten zu bewältigen ist. Das Schneepanorma ist hier unbeschreiblich. Unberührte Schneedecken mit nur wenig gespurten Wegen für Langläufer erfreuen das Auge. Sonnenbrille wäre hier von Vorteil. Auf der Dürrensteinhütte hätte man nochmals die Möglichkeit eine Pause einzulegen. Wir fragten allerdings nur kurz nach dem Schneeschuhweg zum Strudelkopf und schnallten uns diese auch gleich um.

Der Studelkopf – zumindest fast.

Eine schneeschuhbreite Spur führt direkt nebem der Hütte durch den schneebedeckten Hang. Den Weg teilt man sich mit Schitourengeher und anderen wagemutigen Snowboardern. Zwar gut getreten, ist der Aufstieg dennoch eine wahre Herausforderung. Da wir bereits an die 3 Stunden unterwegs waren, wurde der Aufstieg mit jedem Schritt schwerer. Selbst die Hunde kamen an den Rand ihrer Kondition und die Zeit spielte leider gegen uns. Um zu vermeiden, im Dunkeln abzusteigen, kehrten wir ca. eine halbe Stunde vor dem Studelkopf wieder um. Mit einer kurzen Foto- und Teepause ging es wieder retour zur Dürrensteinhütte. Leni schaffte es, Julia innerhalb von einer halben Stunde, zweimal in den Schnee zu schmeißen. Zurück auf der Hütte stärkten wir uns mit einer heißen Zitrone und einem Apfelglühmix. Dieser ist übrigens sehr zu empfehlen. Alkoholfrei wärmt er die steifen Glieder.DSC_1432

Der Rückweg ohne Gipfel

Von der Hütte wieder ca. 40 Minuten zum Gasthof Plätzerwiese und von hier mit dem Shuttlebus runter zum Parkplatz. So war der Plan und diesen konnten wir auch halten. Wir erreichten noch einen warteten Bus und konnten die spannende Abfahrt im Stehen genießen. Die Hunde machten es sich vor lauter Erschöpfung in der Fahrerkabine gemütlich und schliefen auch gleich ein. Ein Highlight für die ganzen Italiener im Bus, die per Fingerzeig auf die Hunde aufmerksam machten.
Völlig erschöpft wieder unten angelangt, freuten wir uns auf ein warmes Hotel mit anschließend gutem Abendessen.

Viel Spass beim Nachwandern. 
[box type=info] Die Wanderroute können Sie auch nach wandern. Verwenden Sie hierfür unsere GPX-Dateien Downloadlink für Sie:

[filedownload file=“http://www.traveldog.at/blog/wp-content/uploads/gpx/strudelkopf.gpx“ align=“center“]Route herunterladen[/filedownload] [/box]

Südtiroler Kurzurlaub – Sexten/Moos

DSC_1411Wie einige von euch vielleicht über Twitter und Facebook mitverfolgten, konnten wir uns im schönen Südtirol im Ort Sexten/Moos in einem 3-tägigen Kurzurlaub vom Weihnachststress erholen.

Gut aufgehoben im schönen und gemütlichen Hotel Holzer*** gönnten wir uns 3 Tage mit Schneeschuhwandern, Winterspaziergängen und gutem Essen direkt im Hotel. Bereits einige Tage vor Abreise hörten und lasen wir von jeder Menge Neuschnee. Hier in Tirol herrschten ja Frühlingstemperaturen, somit konnten wir uns das nicht wirklich vorstellen.

Anreise

Am Starttag gegen 8 Uhr bei milden 5 Grad, machten wir uns auf den Weg Richtung Süden. Der Brenner überraschte uns mit dichtem Schneegestöber auf der Autobahn und kalten -2 Grad. Voller Vorfreude über Schnee, kippte die Stimmung schnell, als wir kurz nach Sterzing wieder schneefrei waren.

Kurz vor Toblach begrüßte uns dichter Nebel der bis Innichen anhielt, wo wir aber bereits die ersten Schneemassen zu Gesicht bekamen. Dicke Schneeflocken vielen vom Himmel und unsere erste Schneeschuhtour führte uns Hoch Richtung Ellen. Nach ca. 2 Stunden Marsch, freuten wir uns endlich auf unser Hotel und trockene Sachen. Die Hunde hatten jedenfalls ihren Spass. Tiefschnee ohne Ende zum Spielen und Toben.
Völlig durchnässt wegen dem extrem nassen Schnee kamen wir im Hotel an und ein Stromausfall hieß uns willkommen. So fängt der Urlaub ja schon gut an. Kurze Überlegungen wieder nach Hause zu fahren, lösten sich in Luft auf, als wir unser wohlig warmes Zimmer beziehen konnten.

Die Hunde machten es sich sofort vor der noch warmen Heizung gemütlich und sogleich hatten wir auch wieder Strom. Nach einer kurzen Schnarchpause zogen wir dem Auto Schneeketten auf und fuhren noch zu einer gemütlichen Winterwanderung ins Fischleintal.

Nicole, die Hotelbesitzerin, und ihre Tochter begrüßten uns am Abend bei einem Apperetiv und einem deutsch/italienischen Gedicht. So konnten wir den Tag bei sensationellem Essen gemütlich ausklingen lassen.

Die Wanderungen

Der darauffolgende Tag führte uns Richtung Pragsertal auf die Plätzerwiese. Mit dem Ziel vor Augen dem Strudelkopf an der Dürrensteinhütte, startete unsere erste richtige Schneeschuhwanderung. Ein gesondeter Artikel folgt so rasch als möglich.

Der vorletzte Tag führte uns auf die Drei Schuster Hütte direkt durch einen Winter- bzw. Märchenwald. Auf Grund der Lawinensituation konnten wir keine weitere Anstregungen vornehmen um unser eigentliches Ziel, die Drei Zinnen zu sehen. Bei Gutem Essen auf der Hütte kehrten wir am frühen Nachmittag wieders zurück ins warme Hotel. Auch für diese Winterwanderung wird es einen gesonderten Beitrag geben.

Die Hunde wurden überall freundlich aufgenommen. Im Hotel sowieso und sonst gab es auch nirgendwoProbleme. Auf den Hütten sollte man immer vorher Fragen ob eine Einkehr mit Hunden möglich ist. Wer einen Urlaub im Hotel Holzer andenkt, Nicole und ihre Familie helfen bei allen Anliegen weiter.

Alles in allem war es nahezu ein perfekter Kurzurlaub mit Traumkullisse auf die Sextner Dolomiten, mit ausgezeichnetem Essen und tollen Schneeschuhwanderungen. Es war nicht unser letzter Besuch und im Herbst werden wir wieder neue Wege begehen und diese für euch vorstellen. 🙂