Piano Provenzana – Totes Land auf dem Vulkan

Tag 13 unserer Sizilienreise ist rum. Heute mit einem kleinen Wow-Erlebnis für uns. Das eigentliche Touristengeschehen rund um den Ätna findet an der Touristenstation „Etna sud“ statt. Hier werden Busse voll Touristen herangekarrt um die zwei einfachsten „Silvestri Krater“ zu begehen.

Wir haben uns heute bewusst für die weniger bekannte und kleinere Station im Norden (Piano Provenzana) entschieden. Was wir allerdings auf Station nord antrafen war imposant und erschreckend zugleich. Bei einem Vulkanausbruch 2002 wurde die Station vollständig von Lava überflutet. Ein Wiederaufbau hat bisher nicht, bzw. nur in sehr geringem Maße stattgefunden. Sehr imposant sieht man wie und wo der gewaltige Lavastrom langgeflossen ist und totale Zerstörung angerichtet hat.

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Unsere heutige Tour sollte uns von Piano Provenzana in ca. 1.800m Höhe um den ca. 2.050m hohen Monte Nero inmitten des Lavastromes von 2002 führen.

Leider überraschte uns heute das Wetter doch enorm. Wir wussten eigentlich nicht wirklich, was uns heute für Wetter erwarten würde, sind jedoch von einem leicht sonnigen Wetter mit ca. 20 Grad ausgegangen. Warme Überbekleidung und Mützen haben wir jedoch immer dabei. Vorgefunden haben wir um 10 Uhr morgens bitterkalte 8° und ein stechend kalten Wind. So kalt und scharf, dass es nur durch jede Ritze in der Kleidung zog und in den von der Mütze geschützten Ohren trotz allem schmerzte. Wir haben uns also entschieden die Route nach ca. 1/3 abzubrechen und zum Auto zurückzukehren.

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ACHTUNG! Auch wenn der Ätna ein Vulkan ist, ist er zugleich auch ein Berg mit einer Höhe von über 3.000m. Sandalen, Crocs oder andere offene und nicht feste Schuhe sind bei „Spaziergängen“ oder Wanderungen einfach leichtsinnig!

Ein kleines Souvenir (für unsere Küche) durfte nicht fehlen. Hierzu schreiben wir morgen einen ausfürlichen Bericht, da es dazu doch klein wenig zu sagen gibt 😀

Auf dem Rückweg in unser kleines Paradies, haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Acireale gemacht. Die Stadt, die als Karnavalshochburg von Sizilien gelten soll. Unser kleine Abstecher landete dank meiner Wolle-Süchtigen Partnerin direkt in zwei ortsansässigen Woll- und Stoffgeschäften. Leider mit eher geringer Ausbeute. 😉

Auch in Acireale gilt wie in vielen italienischen und sizilianischen kleinen Städten: enormer Verkehr, Stress pur und kaum Parkmöglichkeiten!

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Unterwegs abseits der Touristenmassen

Traveldog.at wird zum Gipfelstürmer… Naja, fast :D.
Heute Morgen hies es früh aufstehen, denn die wahrscheinlich anstrengendste Tour erwartete uns. Von unserer Unterkunft aus ging es Richtung Touristenstation Etna-sud, von der aus wir uns, wohlgemerkt zu Fuss, Richtung Bergstation der Seilbahn machten.

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Die Tour startet an der Seilbahnstation direkt neben dem Parkplatz auf ca. 1.900m und führt die Auffahrtsstrecke der „Ätnabusse“ bis hinauf zur Bergstation der Seilbahn auf ca. 2.460m. Die Strecke ist völlig ungeschützt und ca. 5km lang geht’s einfach nur: Bergauf…schweißtreibend und ziemlich anstrengend.

Kurz vor dem Erreichen der Bergstation schlug das Wetter um und plötzlich bildete sich eine Wolkendecke. Da wir die aufgestiegenen bis dahin 4,5 km auch wieder zurück mussten, entschieden wir uns lieber den Aufstieg abzubrechen und Richtung Talstation abzusteigen.

Auf halben Rückweg riss der Himmel wieder komplett auf… leider!!! Aber in solchen Momenten weiss man bei den Höhenlagen nicht, ob sich der Himmel komplett zu zieht und ein späterer Rückweg riskanter gewesen wäre. Sicherheit geht hier natürlich vor!!!!!

Sehr schön war natürlich für uns die Gegend etwas abseits der üblichen  von Touristen begangenen Routen und so genossen wir auf dem Rückweg die Momente, als die Menschen auf den Silvestri-Kratern aussahen wie Ameisen auf einem Ameisenhügel. 🙂

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Auf jeden Fall ist die Route für konditionsfreie Menschen eher ungeeignet. Der Aufstieg ist belastend, fordernd und schweißtreibend! Überlegen Sie sich 2x, ob Sie die Seilbahn oder den Fußmarsch auf sich nehmen wollen! Sollten Sie den Fußweg bevorzugen gibt es eigentlich 3 enorm wichtige Dinge, die nicht fehlen dürfen: Viel Wasser, Sonnenschutz und festes Wanderschuhwerk (keine Turnschuhe oder Halbschuhchen!!)

[box type=info] Die Wanderroute können Sie auch nachwandern. Verwenden Sie hierfür unsere GPX-Dateien.Downloadlink für Sie:

Route herunterladen [/box]

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