Traveldog goes Gipfel – Wanderung zum Blaser

DSC_1026Gipfel? Oh ja, Gipfel. Und zwar den Blasergipfel.

Wenn man der Meinung ist, man hat seine schlimmste Tour schon hinter sind, kommt Frauchen mit einer neuen Idee daher. Auf einen Gipfel will sie. Aber nat├╝rlich alles hundekonform. ­čśë

Auserw├Ąhlt wurde der Blaser. Nicht umsonst hat der Berg seinen Namen. Hier pfeift ein ordentlicher Wind.

Anfahrt ├╝ber die Brenner Autobahn (Achtung: Mautpflichtig) oder alternativ ├╝ber die Brennerbundesstra├če Richtung Matrei am Brenner. Am besten f├Ąhrt man schon Stubaital ab, da kostet die Maut „nur“ EUR 2,50. Matrei am Brenner kostet sie EUR 8,–. Wer Stubaital ausf├Ąhrt, so wie wir, folgt der Brennerstra├če Richtung Matrei am Brenner. Knapp vor Ortsende rechts abfahren hoch Richtung Maria Waldrast. Ist ausgeschildert.[box type=question] TIP: Unsere Wanderungen gibt es jetzt auch in unserer mobilen Android App. Die kostenlose App k├Ânnt Ihr euch direkt auf unserer Webseite herunterladen.
Hier gehts zum DOWNLOAD[/box]Kurz bevor die Maria Waldrast Stra├če beginnt steht links ein kleines Holzh├Ąuschen wo man f├╝r die Weiterfahrt EUR 5,– Maut bezahlen muss. Eine freundliche Dame h├╝pft einem quasi schon vors Auto um einem dann einen Zutrittschein ins Auto zu legen. Weiter etwa 2km der Stra├če weiter folgen, vorbei an der Ochsenalm wo sich rechts ein kleiner Parkplatz befindet. Direkt an der Alm oben darf man nicht parken.

Wir starteten unseren Weg und folgten der Beschilderung Richtung Blaser. F├╝r alle Hartgesottene, allerdings ohne Hund, gibt es auch einen Bergsteig direkt hoch zum Blaser. Wir folgtem dem roten Bergweg links vorbei an der Ochsenalm und weidenden K├╝hen und Pferden. Kurzer Steig durch den Wald f├╝hrt einen vorbei an einer Futtergrippe an den Aufstieg zum Blaser. Ein sehr breiter Grasweg f├╝hrt gut bergauf Richtung Bergwand. Von hier aus hat man das Gef├╝hl, man kann unm├Âglich auf den Berg hoch. Sieht man doch von unten keinen Weg. Auch die Schutzh├╝tte – Blaserh├╝tte ist weit und breit nicht zu sehen.

Der Weg wird immer steiler und somit auch anstrengender. Dieser Weg baut klar auf Kondition auf. Aber auch gute Trittsicherheit ist erforderlich. Leni konnten wir ein kurzes St├╝ck frei laufen lassen. Was ihr sichtlich Spass gemacht hat. Wir gehen weiter bergauf und der Weg wird immer steiler. Die Serpentinen sind sehr steil angelegt. Doch je weiter man h├Âher steigt umso mehr belohnt einen die unglaubliche Aussicht. Die Serles begleitet einen immer rechts. Gerade aus ins Tal sieht man gut den Patscherkofel und sogar die Seegrube bzw. die Nordkette. Kurz bevor es zwischen zwei Bergkuppen auf die saftigen Bergwiesen kommt, sieht man sogar bis ins Inntal und zum Teil Innsbruck. Ein unfassbar toller Ausblick.

Und hier sp├╝rten wir auch pl├Âtzlich den enormen Wind. Vom Aufstieg total durchgeschwitzt mussten wir uns rasch was ├╝berziehen, geht hier trotz Sonne ein ordentlicher Wind. Ab hier ist die Serles zum greifen Nahe und dennoch die H├╝tte und unser angestrebter Gipfel nicht zu sehen. Wir gehen weiter nach links ├╝ber die Blumenwiesen in langen Serpentinen hinauf. Es ist nicht mehr allzu steil, dennoch das letzte St├╝ck ist immer am anstrengensten. Angelangt an der H├╝tte wei├čt ein Schild darauf hin, dass der Gipfel nicht mehr weit ist. Von der Ochsenalm bis hoch zur Blaserh├╝tte bew├Ąltigten wir den Weg in ca. 1 Stunde und 45min. Leni und Cooper zogen uns abwechseln hinauf und hatten sichtlich Spass an der Umgebung.

Links von der H├╝tte f├╝hrt ein Weg leicht bergauf. Anscheinend sollte man in ca. 10 Minuten den Gipfel erreichen. Ohne Pause an der H├╝tte gingen wir gleich weiter. Auf dem Weg hinauf AUGEN OFFEN halten. Edelwei├č s├Ąumen den Weg hinauf. Nicht viele aber immerhin Edelwei├č.

Und dann, dann sieht man endlich das Gipfelkreuz. Und den unfassbar t0llen Rundumblick auf die umliegenden Berge und Gipfel. Kleiner Tipp, wer sich eigene Jause mitgenommen hat, geht links am Kreuz ein paar Meter weiter und kann in einem kleinen Graben windgesch├╝tzt Essen und ausrasten. Wer sich allerdings lieber auf der H├╝tte st├Ąrkt, findet dort warmes Essen, Kaffee und Kuchen sowie hausgemachten Ziegenk├Ąse.

Hunde sollten hier oben an der H├╝tte nicht frei laufen, da sich freilaufende Ziegen direkt vor der H├╝tte tummeln. Auf dem Weg hinauf oder hinunter konnten wir kein Schild finden, dass einen Leinenzwang erforderlich macht. Zur Sicherheit an ein paar Stellen, sollte der Hund dennoch an die Leine. Dies muss der Halter allerdings immer selbst entscheiden.

Nach dem wir uns auf dem Gipfel gest├Ąrkt hatten, machten wir uns wieder an den Abstieg. In ca. 1 1/2 Stunden waren wir wieder am Auto. Geschafft und unendlich Stolz ├╝ber den ersten Gipfelbesuch.

Zum Schluss kann man noch an der Ochsenalm einkehren um sich f├╝r die R├╝ckfahrt abermals zu st├Ąrken. ­čśë

Kurze Fakten zur Runde:

  • L├Ąnge ca. 9km
  • Gesamtdauer: ca. 4 1/2 Stunden mit Pause auf dem Gipfel
  • mittelschwere Alpinwanderung
  • Wegbeschaffenheit: Stetig und steil bergauf, viele Serpentinen
  • NICHT Kinderwagentauglich
  • gute Trittsicherheit erforderlich
  • gut konditionierter Hund und Mensch
  • Sonnenschutz
  • gute und feste Wanderschuhe
  • idealerweise Wanderst├Âcke

 

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